Marketing / Onlinebewertungen

1.) Bewertungen auf Bewertungsportal

2.) Kennzeichnungspflicht von Influencern

1.) Bewertungen auf Bewertungsportal

Grundsätzlich müssen Unternehmer und  Freiberufler die Veröffentlichung ihrer Daten und Bewertung durch Kunden auf Bewertungsportalen dulden(OLG Köln 17, BGH 09). Bei falschen Bewertungen haftet das Bewertungsportal jedoch als Störer (BGH 17,BGH 16 (Jamenda II)in aller Regel besteht daher auch bei deutlicher Kritik , solange  keine falschen Tatsachenbehauptungen enthalten sind kein Löschungsanspruch des Unternehmens (BGH 14). Anders wurde insbesondere schon entschieden, wenn die Bewertung anonym oder unter einem Pseudonym erfolgt ( LG Augsburg 17). Andere Gerichte halten es jedoch für ausreichend, wenn der Bewertende irgendwie mit dem Unternehmen in Kontakt gekommen ist, sodass er sich eine subjektive Meinung bilden konnte (LG Lübeck 08).

Eine Bewertung kann auch unrechtmäßig sein, wenn Sie das Persönlichkeitsrecht des Bewerteten verletzt. Etwa durch Veröffentlichung einer Email, oder Zitierung hieraus (LG 17), siehe Auch OLG Sachsen 13. Eine Persönlichkeitspflichtverletzung kann auch bei der Veröffentlichung von Geschäftlichen Emails bestehen( LG Mainz)   

 

1.) Kennzeichnung von Influencern

Ein Instagram-Post, bei dem in das Foto eingebettete Tags mit Marken-Herstellerseiten verlinkt sind, stellt eine geschäftliche Handlung im Sinne von § 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG dar. ( LG Ka 08)