Mediation

Die Mediation ist ein vertraulicher Prozess, bei dem ein neutraler Mediator die Parteien dabei unterstützt, zu einer beiderseitig akzeptablen Lösung zu gelangen. Was sind die Vorteile einer Mediation und wie läuft es ab?

Was sind die Vorteile ?

Die Mediation gewährleistet, im Gegensatz zu dem bloßen Verhandlung “am Küchentisch“, dass das Gespräch strukturiert und konstruktiv bleibt.Es werden die hinter den Positionen liegenden Interessen herausgearbeitet und eine langfristig tragfähige Lösung gesucht. Beide Seiten können im Hintergrund von Anwälten unterstützt werden, die Kommunikation bleibt jedoch direkt, so dass eine Eskalation vermieden werden kann.

Die Mediation eignet sich auch für Ehepaare, die für gemeinsame Kinder ein Vorbild sein wollen,wie persönliche Konflikte sachlich und ohne, dass es einen “Verlierer” gibt, gelöst werden. Manche Paare beschließen auch nach glücklichen Ehejahren gemeinsam, dass sie einen neuen Lebensabschnitt beginnen möchten und empfinden ein Verfahren über Rechtsanwälte als ihrer erfolgreichen Ehe unwürdig.

Ablauf der Mediation

Zunächst werden die Informationen aufbereitet, die Sachlage analysiert. Es werden die Erwartungen an die Mediation erfragt und geklärt, ob Mediation das richtige Verfahren sei, ihre Ziele zu erreichen. Es soll auch gegenseitiges Vertrauen geschaffen werden und jeder sollte sich gut aufgehoben fühlen. Schließlich ist die Mediation nur dann sinnvoll, wenn alle Konfliktparteien auch innerlich bereit sind, sich auf ein solches Verfahren einzulassen. Schließlich wird der Zeitrahmen abgesteckt und ein Mediationsvertrag inkl. Festsetzung der Vergütung für den Mediator geschlossen.

In diesem Verfahrensabschnitt geht es vor allem darum, die Themen zusammenzustellen, zu gewichten, und die Reihenfolge festzulegen in der diese besprochen werden. Dazu erläutern die Parteien aus ihrer Sicht die Problematik.

In dieser Phase werden die wirtschaftlichen und persönlichen Interessen der Parteien herausgearbeitet. Diese Phase ist damit das Kernstück der Mediation. Durch den hier stattfindenden Kommunikationsprozess wird den Beteiligten klar, warum und wieso den Konfliktparteien das eine wichtig und das andere unwichtig ist und was die Gemeinsamkeiten und Unterschiede sind. Die hinter den Positionen stehenden Interessen werden erkannt und nachvollziehbar gemacht. Anders als bei der Verhandlung über Ansprüche und Positionen schließt die Verwirklichung der Interessen und Bedürfnisse des einen die Berücksichtigung der Interessen des anderen nicht zwangsläufig aus.

Nun können Möglichkeiten zur Konfliktlösung entwickelt werden, ohne diese zu bewerten. Hier ist es oft sinnvoll, mittels Brainstorming möglichst viele  Lösungsoptionen zu entwickeln, auch wenn eine spätere Bewertung geben sollte, dass diese unrealistisch oder nicht umsetzbar sind.

Nunmehr findet die Bewertung der gefundenen Ergebnisse anhand der festgestellten Interessen statt. In dieser Phase werden auch die Folgen von möglichen Vereinbarungen reflektiert. Der mögliche Konsens wird unter technischen, rechtlichen, wirtschaftlichen und sozialen Blickpunkten auf die Realisierbarkeit untersucht. 

Die Formulierung der Abschlussvereinbarung bildet den Schlusspunkt der Mediation. Grundsätzlich erfolgt die Vereinbarung schriftlich und kann in Form einer rechtlich verbindlichen Übereinkunft vorgenommen werden, um den Grad der Verbindlichkeit zu erhöhen.

Wie kann ich Sie hierbei unterstützen ?

Ich führe in meiner Kanzlei gerne eine Mediation durch. In unserem Besprechungsraum können auch gemeinsame Unterhalts- und Zugewinnberechnungen mit der auch von den Gerichten verwendeten Software durchgeführt werden.