Anwaltskonferenz

Bei der Anwaltskonferenz beauftragt jeder Ehepartner einen Anwalt. Diese treffen sich meist nach vorbereitendem Schriftwechsel mit den Ehepartnern zu einem gemeinsamen Termin, um eine Einigung auszuhandeln. Gelingt dies nicht, können die selben Anwälte Anträge beim Gericht stellen.

Was sind  die Vorteile der Anwaltskonferenz ?

Es kann insbesondere beim Unterhalt und Zugewinn in die Tiefe gegangen werden und eine Einigung bezüglich der tieferliegender Streitpunkte, wie z.B. der Wert einer Immobilie, oder die Höhe des Einkommens eines Selbständigen, erreicht werden. Parallel können mithilfe des auch von den Gerichten verwendeten Berechnungsprogramms auf Grundlage dieser Werte Zahlungen berechnet werden. Die Ehepartner können die rechtliche Argumentation ihrer Anwälte nachvollziehen und mit beiden Anwälten diskutieren. So kann oft eine Lösung Auf der Grundlage der Rechtsprechung entwickelt werden. Wenn dann keine Einigung zustande kommt, wissen die Ehepartner so, was die maßgeblichen rechtlichen Fragen, der Entscheidungsspielraum und der Entscheidungsmaßstab des Gerichts sein wird.

Was sind die Nachteile der Anwaltskonferenz ?

Da jede Seite den Raum verlassen und sofort mit dem gleichen Anwalt das Klageverfahren einleiten kann,  entwickelt sich nur selten eine Problemlösungsatmophäre, in der beide Seiten versuchen für den Partner und sich Mehrwert zu schaffen. Es entstehen Kosten für die Vorbereitung und Präsenz von zwei Anwälten. Wenn z.B. eine Seite harte Verhandlungstaktiken anwendet, und es zu keiner Einigung kommt, sind diese Kosten vergeblich.