Bei der Berechnung von Unterhalt wird von allen Beteiligten das unterhaltsrechtliche Einkommen zu Grunde gelegt. 

 ➕ Welches Einkommen zählt ?

Grundsätzlich sämtliches Einkommen egal aus welcher Quelle. (
insb.  Arbeitseinkommen,  Einkommen aus selbständiger und gewerblicher Tätigkeit, Mieteinnahmen, sowie ersparte Mietkosten durch Bewohnen einer selbst genutzten Immobilien.). Auch Urlaubs, Weihnachtsgeld- , Abfindungen, Überstundenentlohn, geldwerte Zuwendungen des Arbeitsgebers (wie z.B. privat genutzte Geschäftswagen) und Steuererstattungen (SüdL Ziff. 10.1) sind unterhaltsrechtliches Einkommen.

🕑 Da Unterhalt meist für die Zukunft festgelegt wird, wird auf Grundlage der vergangenen Einkünfte eine Prognose für die Zukunft angestellt. Bei den stabilen Einkünften von Angestellten wird das Einkommen aus dem letzten Jahr zugrunde gelegt. Bei schwankenden Einkünften von Selbstständigen verwendet man die letzten 3 Jahre. Bei rückwirkendem Unterhalt das tatsächliche Einkommen.

Sowohl wer Unterhalt bekommt, als auch wer Unterhalt bezahlt,  hat je nach Situation eine größere oder niedrige Pflicht zu Arbeiten und möglichst hohe Einnahmen zu erzielen. Wird diese Pflicht verletzt kann dem Unterhaltspflichtigen ein fiktives Einkommen angerechnet werden.

➖ Welche Ausgaben werden  Abgezogen ?