Namensänderung

Namensänderung der Ehepartner bei Heirat

Bei Heirat sollen die Ehegatten einen der beiden Familiennamen zum Ehenamen bestimmen; andernfalls führen beide ihre zuvor geführten Namen weiter. Wer einen Ehenamen annimmt, kann seinen bisherigen Familiennamen mit Bindestrich voranstellen oder anhängen. Die Anzahl der Einzelnamen in dem zusammengesetzten Namen darf jedoch 2 nicht überschreiten. Hat einer der Ehegatten eine ausländische Staatsangehörigkeit , können die Ehegatten ihren künftigen Familiennamen auch nach dem Recht desjenigen Staates wählen, dem der ausländische Ehegatte angehört (Art. 10 Abs. 2 EGBGB)

Namensänderung der Ehepartner bei Scheidung

Ein Ehepartner kann nach der Scheidung wieder den Geburtsnamen oder einen vorherigen Ehenamen annehmen (1355 V BGB).Die Änderung erfolgt beim Standesamt nach Rechtskraft des Scheidungsurteiles.

Namensänderung des Kindes bei Scheidung

Eine Namensänderung bei Scheidung der Eltern berechtigt nicht zu einer Namensänderung der Kinder

Ausnahme 1 (sog. Einbenennung) : Wenn der Allein-Sorgeberechtigte erneut heiratet, einen anderen Ehenamen annimmt und das Kind mit dem neuen Ehepaar zusammenlebt, kann das Kind diesen neuen Ehenamen annehmen,voranstellen oder anhängen (§ 1618 BGB). Dies erfordert bei gemeinsamen Sorgerecht jedoch die Einwilligung des ehemaligen Ehepartners, dessen Namen das Kind derzeit noch führt. Diese Einwilligung kann durch ein Gericht ersetzt werden, wenn dies für das Wohl des Kindes erforderlich ist.

Ausnahme 2 : Nach öffentlichem Recht kann ein Familiennamen geändert werden, wenn hierfür ein “wichtiger Grund” vorliegt (§ 3 NamÄndG). An diesen wichtigen Grund stellte die Rechtsprechung jedoch strenge Anforderungen. Bloße Förderlichkeit für das Kindeswohl ist nicht ausreichend (BGH 16).